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| Aus dem Kirchenbezirk |
| Tagung der Bezirkssynode |
| Jahresbericht von Dekan Friedrich / Haushaltsplan 2010 |
Freudig überrascht über den guten Besuch von Gottesdiensten zu speziellen Anlässen zeigte sich der Heilbronn Dekan Otto Friedrich (Foto) in seinem Jahresbericht vor der Heilbronner Bezirkssynode, die am 13. und 14. November 2009 in den Räumen der Beschützenden Werkstätte in Heilbronn-Böckingen tagte. Die Synode ist das Kirchenparlament und vertritt die rund 70.000 Protestanten der 29 Kirchengemeinden zwischen Bad Wimpfen und Ilsfeld. Im Gegensatz zu manch veröffentlichter Meinung, so Friedrich, sei die Landeskirche mit ihren Gemeindegottesdiensten kein Auslaufmodell, sondern erreiche die Menschen. Viele kompetente und einsatzbereite ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter prägten sie.
In seinem Bericht warf der Heilbronner Dekan Schlaglichter auf einzelne Punkte der kirchlichen Arbeit. So leisteten die Telefonseelsorge und der Arbeitskreis Leben für die ganze Gesellschaft wertvolle Krisenintervention. Deren Finanzierung sei ohne regelmäßige zusätzliche Spenden aber sehr schwierig, während die gemeinsame Trägerschaft mit der katholischen Kirche hier stabil sei. Als positives Zeichen der katholischen Kirche für den generellen Willen zur Zusammenarbeit wertete Dekan Friedrich den geplanten ökumenischen Gottesdienst zum Abschluss des katholischen Dekanatstags im kommenden Jahr.
Die Streichung von Pfarrstellen im Rahmen des Pfarrplans sei inzwischen bei den Gemeinden angekommen. Eine der Folgen sei, dass nun für die Vertretung momentan unbesetzter Stellen vor allem im Konfirmandenunterricht und bei den Gottesdiensten kaum noch Kapazitäten frei sind.
Eine Hilfe bei der Schließung der entstehenden Lücken bilden die Prädikanten, ehrenamtliche Prediger, die Vertretungsgottesdienste übernehmen. Bezirksprädikantenpfarrerin Inge Mayenknecht-Pohl setzte zu Beginn der Tagung Robin Frisch aus Leingarten als neuen Prädikanten im Kirchenbezirk Heilbronn ein, während der Verkündigungsauftrag von Renate Lüdeking-Schreiber aus Bad Wimpfen erneuert wurde. Bernd Philipp aus Heilbronn wurde ermächtigt, nun auch Sakramentsgottesdienste zu halten und H. Werner Kunius aus Gemmingen erhielt die Beauftragung zur freien Wortverkündigung.
Der „Plan für die kirchliche Arbeit 2010“ des Evangelischen Kirchenbezirks Heilbronn umfasst eine Plansumme von 2.078.900 Euro, das sind 38.400 Euro mehr als im Vorjahr. Finanziert wird dies durch die Kirchenbezirksumlage, bei der alle Kirchengemeinden aus ihren Kirchensteuermitteln im kommenden Jahr je Gemeindeglied 21,74 €, an den Bezirk abführen müssen.
Während die Kirchengemeinden die Arbeit vor Ort bestreiten und die Pfarrer aus landeskirchlichen Mitteln besoldet werden, trägt der Kirchenbezirk vor allem übergemeindliche Aufgaben in Stadt- und Landkreis Heilbronn. An vorderster Stelle stehen dabei die evangelischen Kindergärten, für die die Bezirksgemeinden zusammen 717.500 Euro aus Kirchensteuermitteln aufwenden, 14.360 Euro mehr als im Vorjahr. Dies ist der bei weitem größte Einzelposten des Haushaltsplans.
Weitere größere Ausgaben tätig der Bezirk für die Jugendarbeit durch die Jugendreferenten und für die Diakone (434.410 Euro), die Arbeit des Kreisdiakonieverbands (315.700 Euro) und die Psychologische Beratungsstelle (267.200 Euro).
Der vollständige Bericht von Dekan Otto Friedrich ist im Internet unter www.evangelisch-in-heilbronn.de zu finden.
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| geschrieben von Matthias Treiber am 14.11.2009 um 14:57 Uhr. |
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